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500 Jahre Reformation - Ein Apfelbäumchen zu Ehren Martin Luthers

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Pflanzung Obstbaum

In unserer Gemeinde erinnert die Lutherstraße und das Lutherhaus an einen Menschen, der vor genau fünf Jahrhunderten die Welt veränderte: Die von Martin Luther eingeleitete Reformation der Kirche jährt sich in diesem Jahr zum 500. Mal. Am 31. Oktober, dem Reformationstag, gedachten die evangelischen Christen Martin Luthers Thesenanschlag in Wittenberg im Jahre 1517. Der Überlieferung nach soll der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther am Tag vor Allerheiligen 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen haben. Hiermit prangerte er unter anderem den Ablasshandel der Kirche an, der damals die Möglichkeit bot, sich von seinen Sünden freizukaufen. Mit dem öffentlichen Anprangern dieser Geschäftemacherei erzürnte er große Teile der Kirche bis hin nach Rom, aber auch die weltlichen Fürsten wurden von diesem Aufruhr erfasst. Er leitete damit weitreichende Veränderungen der Kirche ein, die schließlich zur Spaltung der Christen in verschiedene Konzessionen führten.  

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben. Dieser Satz lässt sich ihm aber nicht belegbar nachweisen. Trotzdem ranken sich viele Legenden um Martin Luther und die Bäume. Er liebte sie und erfreute sich an ihnen, so sah er im frischen Grün der ausschlagenden Bäume im Frühling ein Sinnbild für die Auferstehung der Toten. In den Bäumen soll er die göttliche Gnade im irdischen Leben gesehen haben. Zum 500. Reformationstag hatten die Kirchengemeinde und Bürgermeister Mario Gerhold am Dienstag letzter Woche an die Kirche eingeladen, um dort einen Apfelbaum aus Anlass dieses denkwürdigen Tages zu pflanzen. 40 Bürgerinnen und Bürger wohnten der Pflanzung bei. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Mario Gerhold nutzte die neue Pfarrerin, Frau Daniela Hoff, die Gelegenheit zu einer kleinen Andacht mit einem gemeinsamen Gebet. Der Kirchenvorstand hatte dankenswerterweise Stehtische und Apfelsaft bereitgestellt, so dass man auf das junge Bäumchen sogleich anstoßen konnte.