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185 Anlagen liefern in Körle Strom aus Sonne und Wind

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Im Jahr 2016 waren 183 Photovoltaikanlagen und die beiden Windräder innerhalb der Gemeinde Körle an das Stromnetz angeschlossen. Dies geht aus der CO²-Bilanz vor, die vom Netzbetreiber ENM bereitgestellt wurde. Alle Anlagen speisten im letzten Jahr zusammen ca. 4,9 Mio. kWh Strom ein und erzeugten so rechnerisch 71,5 % des gesamten Strombedarfs der rd. 1.600 Körler Stromkunden. Den Löwenanteil an der regenerativen Energieerzeugung leisteten dabei die Windkraftanlagen, die beinahe 3.231.000 kWh erzeugten.

Die regenerative Stromerzeugung ist in Bezug auf die CO²-Bilanz zwar wichtig, ein Vielfaches macht beim Energieverbrauch jedoch die Wärmeerzeugung aus. Schätzungsweise 20 Mio. kWh beträgt der Heizbedarf der 1.300 Gebäude in Körle. Die benötigte Wärme wird in erster Linie aus Heizöl, Holz, Flüssiggas bzw. seit dem letzten Jahr auch aus Erdgas erzeugt.

Aus regenerativen Quellen, nämlich von Holzhackschnitzeln aus Nordhessen, stammt hauptsächlich die Wärme für ca. 120 Gebäude, welche über die beiden Nahwärmenetze der Gemeinde Körle versorgt werden. Unter anderem sind die Berglandhalle, der Kindergarten, die Grundschule, das Rathaus, das Feuerwehrhaus, die Apotheke, zwei Gaststätten und mehr als 100 Wohnhäuser von den beiden Heizwerken der Gemeinde versorgt. Ein Ausbau der Nahwärmenetze ist aber aufgrund der relativ günstigen Öl- und Gaspreise momentan nicht vorgesehen.

PV Anlage Bauhof Körle

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bauhofes mit einer Nennleistung von 29,5 kw.

EE installierte Anlagen

Links ist die Anzahl der Anlagen zu sehen, rechts die installierte Leistung. Im Jahr 2006 waren schon die beiden Windkraftanlagen auf dem Körler Berg mit zusammen 3 MW in Betrieb.

EE erzeugte Energie
Der untere Balken bildet den Zuwachs durch die PV-Anlagen ab, der obere Balken die in Körle durch Windkraft erzeugte Energiemenge.