Eine Wetterlage wie am 26. Januar mit bis zu 15 Zentimeter Neuschnee ist eine Herausforderung für alle Menschen, die aus dem Haus müssen, um zur Arbeit oder zur Schule, zum Arzt, Einkaufen usw. zu kommen. Es ist auch eine Herausforderung für die Beschäftigten in den Bauhöfen und den Straßenmeistereien, die für den Winterdienst zuständig sind, sowie für die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltungen. Hier gehen regelmäßig die ersten Anrufe ein, sobald sich eine dünne Schneedecke gebildet hat.
Wir möchten hier häufig gestellte Fragen beantworten und um das Verständnis unserer Bürgerinnen und Bürger bitten, warum ein Winterdienst nicht allen Ansprüchen gerecht werden kann:
Wie ist der Winterdienst in der Gemeinde Körle organisiert?
Der Bauhof verfügt über einen Unimog mit Winterdienstausrüstung, der für die Straßenräumung eingesetzt wird. Für schmale Wege steht noch ein kleinerer Kommunalschlepper zur Verfügung. Treppen und andere Bereiche, die in der Zuständigkeit der Gemeinde liegen, werden per Hand geräumt bzw. gestreut. Ein Bereitschaftsdienst sorgt dafür, dass der Unimog montags bis freitags ab 4.00 Uhr, samstags ab 6.00 Uhr und sonntags ab 8.00 Uhr unterwegs ist. Nach 22.00 Uhr wird nicht mehr geräumt.
Welche Straßen werden überhaupt geräumt?
In Körle hat sich die seit Jahren gängige Praxis bewährt, den gemeindlichen Winterdienst auf die Steigungsstrecken zu beschränken und den Schnee auf den ebenen Straßen liegen zu lassen. Hierdurch wird der Einsatz von Streusalz durch den Bauhof auf ca. 30 t./Jahr reduziert.
Warum dauert es so lange, bis der Winterdienst in „meiner“ Straße räumt?
Der Bauhof streut nicht vorsorglich, sondern startet dann, wenn der Bereitschaftsdienst dies z.B. aufgrund überfrierender Nässe oder einsetzendem Schneefall für notwendig hält. Der Streckenplan priorisiert dabei wichtige und steile Straßen, die Anwohnern z.B. als Zufahrt zur Ortsdurchfahrt dienen oder die vom Schulbus genutzt werden, damit diese schon mal frei sind. Im zweiten Durchgang werden Steilstrecken in Wohngebieten geräumt. Dies ist zeitaufwändig, denn stellenweise muss das Fahrzeug rückwärts in Sackgassen fahren, was bei Dunkelheit und an engen Stellen Zeit kostet. Eine komplette Strecke dauert 4-5 Stunden, so das bei anhaltendem Schneefall die bereits geräumten Straßen wieder bedeckt sein können.
Warum wird der Schnee immer auf meine Straßenseite geschoben?
Je nach Straßenbreite wird der Schnee regulär auf die rechte Fahrbahnseite geschoben, wobei auf Straßeneinmündungen, Parkplätze usw. Rücksicht genommen werden muss. Zwar lässt sich das Schneeschild nach links/rechts drehen, doch bei Hunderten von Grundstücken, die das Fahrzeug passiert, muss der Schnee irgendwo bleiben. Der Bauhof nimmt, soweit möglich, Rücksicht.
Wie können Anwohner zu einem effektiven Winterdienst beitragen?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Achten Sie beim Parken auf die Mindestdurchfahrtsbreite, auch für Feuerwehr und Rettungsdienst.
- Parken Sie nicht im Kreuzungsbereich (5 m von den Schnittpunkten entfernt, lernt man in der Fahrschule!) und auch nicht gegenüber von Einmündungen. Der Unimog mit Schneeschild und Streuer benötigt deutlich mehr Platz als ein normaler PKW.
- Zur Räumung der Gehwege sind die Anlieger verpflichtet. Es ist nicht sinnvoll, den Schnee vom Gehweg auf die Fahrbahn zu schaufeln, vor allem nicht an Steigungsstrecken.
Und noch eine Bitte:
Im Brandfall sind die Hydranten wichtig, damit die Feuerwehr schnelle Hilfe leisten kann. Bitte halten Sie die Hydrantendeckel und die Hydrantenschilder vom Schnee frei. Dies kann Leben retten, wenn es im Notfall auf Sekunden ankommt.
Wir danken für Ihr Verständnis.
Ihre Gemeinde Körle
Symbolfoto: Hasan Anac/pixelio
