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Vorsicht Eichenprozessionsspinner !

Nachdem in unseren Nachbargemeinden bereits in den vergangenen Tagen Nester von Eichenprozessionsspinnern aufgetaucht sind, wurden am Montag auch in Körle entsprechende Vorkommen registriert. Dies betrifft z.B. den Bereich des Naturerlebnisplatzes (ehem. Spielplatz) im Finkenweg oder einen Eichenbestand in der Verlängerung der Straße „Am Stein“.

In diesen Bereichen hat die Gemeinde Körle umgehend Absperrmaßnahmen vorgenommen und Hinweisschilder aufgestellt.

Wie schon von der Gemeinde Guxhagen in der vergangenen Woche in der Bürgerzeitung berichtet, ist das Vorkommen dieser Raupen kein lokales Phänomen. Bundesweit wird über eine zunehmende Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners berichtet, was nach Auskunft der Naturschutzbehörde auf das relativ milde Frühjahr zurückzuführen ist.

Im Laufe der Woche wird ein Fachunternehmen die Nester im Bereich des Naturerlebnisplatzes entfernen. Dabei bitten wir um Verständnis, dass eine vollständige Entfernung aller Nester in sämtlichen eichenbestandenen Bereichen weder dauerhaft noch flächendeckend möglich ist.

Die Empfehlungen der Fachbehörden sehen vor, verfügbare Ressourcen insbesondere auf Bereiche mit hoher Aufenthalts- und Nutzungsintensität zu konzentrieren. Dazu zählen insbesondere Kindergärten, Spielplätze, öffentliche Einrichtungen, Freibäder, Sportanlagen, Gehwege sowie stark frequentierte öffentliche Grünflächen.

Woran erkennt man einen Befall?

• weiße bis graue Gespinste oder Nester am Stamm oder an stärkeren Ästen

• Raupen, die in langen Reihen („Prozessionen“) unterwegs sind

• kahle Stellen in der Baumkrone durch Fraßschäden

Warum ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich?

Die Raupen besitzen feine Brennhaare, die mit dem Wind verbreitet werden können. Diese können Hautreizungen, starken Juckreiz, Augenreizungen, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen auslösen. Besonders empfindlich reagieren Kinder, Allergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen.

Hinweise auf befallene Bäume im öffentlichen Bereich nimmt die Gemeinde weiterhin entgegen. Bitte meldet uns möglichst den genauen Standort (Straße oder Örtlichkeit) und sendet – wenn möglich – ein Foto mit per Whatsapp an die Gemeinde Körle 0177 6411543 oder per Mail an mail@koerle.de

Achtung: Raupen und Nester niemals berühren, Abstand halten!

Die gemeldeten Standorte werden geprüft und entsprechend der Gefährdungslage bewertet. Erforderliche Maßnahmen werden anschließend veranlasst.